Die meisten, die sich bereits in verschiedenen kreativen Bereichen ausprobiert haben, sind mit ziemlicher Sicherheit auch schon mal mit dem Siebdruck oder dem Offsetdruck in Kontakt gekommen. Viele haben dabei hautnah erlebt, welche Vorteile die speziellen Drucktechniken gegenüber anderen gängigen Drucktechniken haben, und sind wie ich verblüfft von der Vielseitigkeit und den Möglichkeiten, die man insbesondere beim Siebdruck hat. Die Ergebnisse haben gleich einen ganz eigenen Charme. Und irgendwie hat man schon oft direkt nach Fertigstellung wieder Ideen für weitere Projekte. Ich möchte ihnen das Thema etwas näher bringen und hoffe, dass ich Sie vielleicht sogar auch ein wenig damit anstecken kann.

Dabei soll Ihnen das Schema des Siebdruckverfahrens mit einem Arbeitsablauf in vier Schritten veranschaulichen, wie einfach man im Grunde zu tollen Ergebnissen kommen kann. Zudem wird ein grober Vergleich zwischen den zwei wichtigsten Drucktechniken im Bereich des T-Shirt-Drucks gezogen. Außerdem werden die vier gängigsten Druckmethoden und ihre Verwendungszwecke skizziert. Die Ode an den Siebdruck soll Ihnen eine Vorstellung davon geben, was alles möglich ist, und wie Sie auch selber an tolle Motive für Ihr eigenes T-Shirt gelangen können.

Großartige Drucktechnik

Da sich im Speziellen die Siebdrucktechnik auf so vielen Materialien anwenden lässt, wie beispielsweise auf natürlichen und synthetischen Stoffen wie Filz und Baumwolle, aber auch auf Papier und Karton oder auf Metallen, kurz auf allen einigermaßen ebenen Grundmaterialien, wird sie auch von Profis im Bereich der Werbeartikel nicht ignoriert. Schließlich lassen sich auch ohne großen Kostenaufwand Serienproduktionen von kleinen bis mittelgroßen Auflagen umsetzen. Die Ergebnisse haben dabei einen nicht nur sichtbaren, sondern auch fühlbaren Charme. Auf vielen Produkten ist die reliefartige Oberfläche ein gewünschter Effekt. Mit dieser Drucktechnik kann sogar bei der manuellen Siebdruckmethode jedem einzelnen Stück das Flair von Einzigartigkeit verliehen werden, da ein Farbauftrag kaum hundertprozentig exakt reproduzierbar ist. Daher kann man sie auch beispielsweise für Wasserzeichen-Funktionen verwenden.

Vielseitig einsetzbar

Im Groben kann man sagen, dass Siebdruck in allen Bereichen von Information über Dekoration bis hin zur Kunst für unzählige Zwecke perfekt anwenden kann. Die Produktpalette reicht von Kleidung wie T-Shirts, Wäsche, Taschen, Schuhen, Brillen bis zu Schildern, Plakaten und Kunstwerken. Bei Stoffen kann die Farbe verhältnismäßig tief im Gewebe eingedruckt und verankert werden, wodurch eine Verbindung mit dem Material entsteht und eine gute Haftung gewährleistet wird. Solche Produkte sind dadurch sehr strapazierfähig, waschbar oder abwaschbar.

Wer es mal selber probieren will, kann bereits für wenig Geld eine solide Grundausstattung erwerben. Dazu gehören beispielsweise ein Siebrahmen, eine Flasche mit Emulsion, sprich Blockierflüssigkeit, eine oder zwei Flaschen Siebdruckfarbe, wunschweise für Textilien, und natürlich ein Rakel in der passenden Größe zum Sieb. Handwerkliche Profis brauchen in ihrer Werkstatt aber wenigstens Tische mit Saugfunktion und Rahmenhalter und eine Belichtungs- sowie Reinigungskammer.

Natürlich gibt es auch halb-automatische Maschinen. Aber auch die Geräte der Druckereien oder Dienstleister funktionieren nach demselben Prinzip.

Hoffentlich bekommen Sie Lust, es einmal zu versuchen!